Thomas Bismarck

thomasThomas Bismarck hängte in der Bamberger Innenstadt seinen für PUBLIC PRIVACY #CITY konzipierten schwebenden KontrollRaum auf (Fotos siehe unten).

 

Der gelernte Steinmetz und Steinbildhauer gestaltet aus den unterschiedlichsten Materialien Objekte, deren ursprüngliche Funktion oftmals zu gesellschaftspolitische Interventionen im öffentlichen Raum transformiert wird.

Die Arbeit mit der Konstruktion verschiedener Mobiles bildet eine stetige Konstante in seinem Schaffen. Bis 2010 war Thomas Bismarck Mitglied des Berliner Kunstvereins RAW-Tempel e.V. und nutze sein dortiges Atelier sowohl als Arbeits- wie auch als Happeningraum. Er prägte diesen Freiraum soziokultureller Nutzung inmitten einer europäischen Metropole insbesondere durch performative Objektpräsentationen und der Grundhaltung, künstlerische Arbeit und solidarisches Handeln für ein Gemeinwesen zu verbinden.

Seine aus Fake-Kameras konzipierte Objektserie KontrollRaum wurde im Rahmen des Projektes „Public Privacy“ 2014 in der Bamberger Innenstadt ausgestellt und verursachte eine kontroverse Diskussion in den oberfränkischen Medien, so dass der Konflikt zwischen Befürworter und Gegner der Serie den geplanten Abbau um drei Monate verzögerte. Das 2015 entstandene Objekt Mobile wurde für das kontakt festival konzipiert und spielt mit dem Schreckbild der totalen Überwachung: Eine aus 28 im Raum schwebenden, aus echten und Fake-Kameras bestehende Konstruktion mit Live-Projektion der Besucher offenbart sich der Irrsinn des Überwachungswahns: durch die Bewegung des Mobiles und die somit generierten Feedbackschleifen sieht man nach einiger Zeit die Aufzeichnung der Aufzeichnung der Aufzeichnung der Kameras…..

www.thomas-bismarck.de

Fotos: Judith Kinitz (1,2), Johannes Eismann (3), Ursula Sowa (4)

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